Humanistischer Lebenskundeunterricht an der Schule auf dem lichten Berg

Lebenskunde ist ein freiwilliges weltanschauliches Schulfach, das an vielen Berliner Schulen alternativ zum Religionsunterricht vom Humanistischen Verband Deutschland (HVD) angeboten wird.

„Grundlagen des Lebenskundeunterrichts sind Erkenntnisse über die Natur und die Gesellschaft sowie Lebensregeln, die auf weltlich-humanistischen Traditionen beruhen. Im Mittelpunkt stehen Verantwortung, Selbstbestimmung und Toleranz. Lebenskunde möchte in der Schule an Konfliktlösungen mitarbeiten und ein freundliches Zusammenleben unterstützen.“

www.humanistische-lebenskunde.de

„Dem Menschen vertrauen“ ist die humanistische Haltung, mit der wir unsere Werte vermitteln.

Inhalte und Methoden

Unsere Inhalte orientieren sich am Rahmenlehrplan Humanistische Lebenskunde, vor allem aber an den Fragen und Interessen der Kinder. (siehe Beispiele unter Themen aus dem Rahmenlehrplan).

Wir gestalten den Unterricht erfahrungsorientiert, mit spielerischen und kreativen Methoden, dazu gehören zum Beispiel auch Entspannung, Bewegung und Lernen an anderen Orten. Die Kinder sollen dabei lernen, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen, zu äußern und Verantwortung für das Zusammenleben zu übernehmen.

In den ersten Klassen geht es vor allem um die Bewältigung des Schulalltags und das neue Miteinander in der Klasse. Themen wie Freundschaft und Gefühle, Streiten und Konflikte lösen, aber auch Familie, Alltag und Feste, auch in anderen Kulturen oder Religionen, sowie der Umgang  mit Abschied, Angst und Trauer zeichnen die Inhalte des Lebenskundeunterrichtes aus.

In den oberen Klassen beschäftigen wir uns unter anderem mit Rollenbildern, dem Leben in verschiedenen Kulturen, Kinder- und Menschenrechten, Umweltschutz und „globalem Lernen“.

Über allem steht die Frage nach einem guten individuellen Leben und dem globalen Zusammenleben auf der Erde. Wir sprechen über die Themen, beschäftigen uns mit Büchern und Filmen und realisieren konkrete Projekte und Aktionen.

Zu meiner Person

Mein Name ist Inge Lechner. Ich unterrichte seit 2011 Humanistische Lebenskunde. Davor war ich als bildende Künstlerin freischaffend und in der kulturellen Bildung tätig. Ich bin 1963 in Hamburg geboren und habe 2 Kinder. 

Ich lerne selber mit jeder neuen Gruppe und das wird auch so bleiben, denn jede Gruppe ist anders und also ist Lebenskunde in jeder Gruppe anders. Ich freue mich Kinder auf dem Weg zu sich selbst und ihrem Platz in der Gesellschaft ein Stück zu begleiten.

„Die Schülerinnen und Schüler werden ermuntert, über sich und die Welt nachzudenken, um sich ihrer Verantwortung für ihr Leben bewusst zu werden und Standpunkte aus nichtreligiöser, humanistischer Sicht zu entwickeln.“

(link zu Lebenskunde-Prospekt-2007.pdf)

Projekte an der GS auf dem lichten Berg

 Seit November 2015 biete ich eine Lebenskunde-AG „Schülerzeitung“ für die Jahrgänge 4 bis 6 an, in der Schülerinnen und Schüler ihren Fragen journalistisch nachgehen und ihren Ansichten in Worten und Bildern Ausdruck verleihen können.

Organisatorisches und Rahmenlehrplan

An unserer Schule findet der Unterricht aktuell einstündig in Gruppen von durchschnittlich 10 Kindern statt.

Die Teilnahme am Lebenskundeunterricht ist freiwillig, die Anmeldung durch die Eltern sollte allerdings für mindestens ein halbes Jahr verbindlich sein, damit sich eine Gruppe entwickeln kann. Zensuren gibt es nicht, zum Schuljahresende bekommen die Kinder eine Teilnahmebestätigung.

Themen aus dem Rahmenlehrplan:

Im „Rahmenlehrplan Humanistische Lebenskunde“, sind die angestrebten Kompetenzen und Standards zusammengefasst. So zum Beispiel das gemeinsame Nachdenken über verschiedene Bereiche des Lebens, Fragen zu stellen und eigene Antworten zu finden soll geübt werden. Am besten lässt sich dies an konkreten Beispielen zeigen, wie sie der Schulalltag zuhauf bietet.

  • „Dich find ich gut.“ Freunde finden und verschieden sein
  • „Was wird da eigentlich gefeiert?“ Feste und Bräuche in Religion und Kultur
  • „Erst die Henne, dann das Ei?“ Nachdenken über Raum und Zeit
  • „Ich kann nicht alles können!“ Stärken und Schwächen
  • „Für ihn gäb' ich alles hin!“ Vorbilder, Stars und Idole
  • „Wohin mit meiner Wut?“ Ohnmachtserfahrungen und Aggressionen